Jan-Filip Tupa

Cello

Jan-Filip Ťupa, 1980 in Deutschland in eine tschechische Musikerfamilie hineingeboren, ist seit seiner Kindheit gleichermaßen fasziniert von der Musik und von den Naturwissenschaften. Auf der Suche nach einem eigenen Weg entdeckt er seine Leidenschaft für die Zeitgenössische Musik. Forschen, Interpretieren und Schaffen stellen die drei Säulen seiner Arbeit dar.

Eine entscheidende Prägung erhält er einerseits während seines Studiums bei Raphael Wallfisch an der Guildhall School of Music & Drama in London, andererseits als Stipendiat der Kunststiftung NRW in der Lucerne Festival Academy und in der Internationalen Ensemble Modern Akademie 2006/07.

Seither pflegt er als Kammermusiker mit seinem Quartett Praesenz und als regelmäßiger Gast bei Ensemble Modern, musikFabrik und weiteren Spezialistenensembles einen regen Kontakt zur komponierenden Avantgarde. Ebenso ist er aber auch in der Szene der freien Improvisation aktiv. Seine Auftritte führen ihn unter anderem zu Festivals wie Biennale di Venezia, Contempuls Prague, ENH Brno, humanoise Wiesbaden, musica Strasbourg, Lucerne Festival, Salzburger Festspiele und an Orte wie Alte Oper Frankfurt, Festspielhaus Hellerau, Kwai Tsing Theatre Hong Kong, Muziekgebouw aan’t IJ, Radialsystem Berlin, sowie zu Produktionen für den hessischen Rundfunk und den WDR.

Als Solist widmet sich Jan-Filip insbesondere dem klassischen Repertoire der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts: zum Beispiel spielte er die tschechischen Uraufführungen von Henri Dutilleuxs „Tout un monde lointain“ und Bernd Alois Zimmermanns „Concerto en forme de pas de trois“ – letzteres gemeinsam mit dem Rundfunksinfonieorchester Prag unter der Leitung von Bernhard Kontarsky. Aktuelle Projekte beinhalten unter anderem Hans Werner Henzes „Ode an den Westwind“, aber auch jüngere Werke, wie Wolfgang Rihms „Styx und lethe“ (1998) oder Matthias Pintschers „Reflections on Narcissus“ (2005).